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Re: Ja, das braucht es
von DL2MCD am Mittwoch, 02. Juli 2003 @ 06:56:26 MESZ
Mann, hier gehts ja zu - da ist ja Dotcomtod eine lahme Ente gegen.

Also zu dem Thema Computerbild könnte ich einiges sagen. Da es aber Leute gibt, die nur drauf warten, werde ich das nicht tun. Nur soviel: Ein Chef, der so heftig ist, daß Kollegen nach einem Jahr noch nächtliche Alpträume haben, ist kein optimaler Zustand. Ebenso, wenn er einen anbrüllt, man habe wohl die Ruhe weg (ja wollte er, daß ich ihm an die Gurgel springe? Natürlich ist ein vernünftiger Mensch bei Lautstärken von 120 dB ruhig!)

Daß es anderswo auch mies zugeht, ist da keine Entschuldigung. Auch wollte kein anderer Chef je von mir 100.000 Mark - 90.000 (nach Steuern) hat mich "CB" dann auch tatsächlich gekostet, soviel habe ich da gar nicht verdient. Allerdings bin ich wegen verschleppter Grippe, 16 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche und nie Pausen bei CB beinah so geendet wie der Kollege Martin Müller, der vor einigen Jahren im Dienst verstorben ist. Ebsnso hatte meine Partnerin, bei der sich die Grippe zur Lungenentzündung entwickelt hatte, noch lange Probleme deshalb und es wäre eigentlich wichtiger gewesen, dass ich mich um sie kümmere, da ja der Kollege auch zuhause geblieben war. Da könnte ich jetzt sagen "ok, es ist bei "CB" ja viel besser, denn ich lebe zumindest noch" - aber das kanns ja wohl nicht sein.

Zu Kuppek selbst kann ich wenig sagen, ich hatte das Problem, daß er stets nach Infos aus 2. und 3. Hand urteilte und nur wenig mit mir sprach. Nicht mal zum Einstellungsgespräch hatte er Zeit und auch nicht, als ich ging. Fachlich hatte ich auch mit der "UE" keine Probleme, bin auch nicht in Fettnäpfchen getreten. Nur in die der Überarbeitung (ich habe das damals alleine geschmissen, weil der Kollege nur Volo war und noch 2 andere Ressorts zu bedienen hatte) und in die falsch gelieferter Messwerte, die ich meist aufdecken konnte, aber nicht immer.

Ebenso hatte ich in der TK einen Messtest komplett alleine geschmissen, incl. nächtlicher Telefonate von zuhause (was ohnehin selten vorkam - daß man nachts mal zuhause war) mit den Entwicklern des Messgeräts in den USA, weil das buggy Software hatte. Wenn man sich dann anhören muss, man habe sich immer einen schönen Tag gemacht und kein Bein ausgerissen, ist das nahe an der Verleumdung und zumindest sehr undankbar. Mit Kuppek selbst konnte ich allerdings am Ende nicht mehr reden, weil er dafür den Tag ausgesucht hatte, wo das Heft fertig sein mußte und man nicht mal aufs Klo gehen durfte ohne Erlaubnis des CvD. Der hat dann schlichtweg entschieden, für so ein gespräch sei keine Zeit und auch keine Notwendigkeit - und mit letzterem wohl auch Recht gehabt.

Die meiste Zeit bei "CB" ging dafür drauf, als Redakteur im Layout, der von Quark Express eigentlich (= nach Willen der Layouter) nix wissen darf, Quark-Tabellen umheben zu müssen und diese neu zu berechnen, weil die Layouter sich weigerten, diese Arbeit zu tun und die Vorgesetzten sich untereinander nicht einig waren. Manche Artikel mußten 15x geändert werden, weil die Chefs unterschiedliche Ansichten hatten und kaum, dass der eine heim ging, ließ der andere den Artikel umbauen. Natürlich wurde das dann dem Redakteur angelastet. Aber kein Redakteursfehler kann 15 sequentielle Änderungen erforderlich machen, es musste halt nur einer schuld sein. Das war immer das Wichtigste: Jeden Morgen war irgendeiner schuld.

PS: Falls jetzt wieder ein Anruf aus der Springer-Personalabteilung kommt (war mal wegen Witzeleien im Jonet geschehen) mit Drohungen, könnte es sein, daß ich über den Wunsch von Herrn Kuppek, nicht immer so ruhig zu bleiben sondern ihm gegenüber mal Emotionen zu zeigen, ernsthaft nachdenke. Das Ergebnis dürfte ihn allerdings nicht freuen. Nur, weil ich normalerweise nicht rumbrülle, ist mir keinesfalls alles egal.

Und wer bessere Erfahrungen gemacht hat soll sich freuen, aber auch akzeptieren, dass es oft genug anders gelaufen ist und die Kollegen, bei denen das passiert ist, deshalb keinesfalls Faulpelze, Deppen oder Tölpel gewesen

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