Das Eiki I-Kit erreichte mich über die Hamburger Firma In-Innovation. Eiki, der Hersteller des I-Kit, ist Heimkinofans vor allem als Projektor-Hersteller bekannt. Das I-Kit ist denn auch als Zubehör für einen Datenprojektor gedacht - wobei es sich auch mit jeder beliebigen anderen Bildquelle einsetzen lässt. Worum gehts? Das I-Kit ist eine ungewöhnliche Fernbedienung für den Beamer, ein virtueller Präsentationsstift. Man kennt das ja aus der guten alten Zeit, als man noch mit Filzschreibern auf großen Papiercharts hantierte. Genau das ermöglicht nun auch das I-Kit, nur eben auf elektronische Weise und ohne Papier zu verbrauchen. Man kann auf dem Bild an der Wand herummalen, Details hervorheben und so weiter. Technisch ist das recht simpel gelöst: Der Zeigestab, der virtuelle Filzstift also, ist ein kleiner Infrarotsender. Dazu gehört ein ungefähr zigarrenschachtelgroßer Empfänger, der registriert, auf welchen Punkt der Zeigestab zeigt. Diese Informationen leitet er per USB (also via Kabel) an die auf einem Windows-Rechner laufende Software weiter. Gut: das einfach nur "Control Panel" genannte Programm muss man nicht installieren, wer mit einem Gast-Notebook arbeitet, braucht dieses also nicht digital zu verunreinigen. Es genügt, die Programm-CD einzulegen. Nur ab und zu und aus nicht nachvollziehbaren Gründen erschien unter Vista die Meldung "Eiki IK-1 funktioniert nicht mehr". Jetzt einfach nur den Empfänger anstecken und eine kurze Kalibrierungsprozedur durchlaufen - fertig. Sieben Hauptfunktionen bietet die Software: zum einen verwandelt sie die Bildfläche in ein echtes Whiteboard. Zum zweiten kann man mit ihr ein "Spotlight" auf bestimmte Bildbereiche richten. Zum dritten setzt sie eine Art Vorhang vors Bild, den man mit dem Stift zur Seite ziehen kann. Zum vierten verwandelt sie die Bildfläche in ein Malprogramm, zum fünften hängt sie eine Bildschirmtastatur an die Wand, zum sechsten vergrößert sie Bildbereiche in der Art einer Lupe und zum siebten dient sie einfach nur als Mausersatz. Das alles funktioniert im Test ganz gut. Fazit: Eine hübsche Idee - wer regelmäßig präsentieren muss, erhält damit ein praktisches, aber mit ca. 650 Euro nicht billiges Werkzeug. Sicher könnte man dieselben Effekte auch über Powerpoint erreichen, jedoch muss man dazu ständig am Computer hantieren. Ein simpler Laserpointer ist, zugegeben, deutlich preisgünstiger.
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