8. September 2008, 7:42
Videorecorder zum Mitnehmen: Albrecht digi-TV 390

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Beim Ausprobieren mobiler Fernseher habe ich mich schon öfter gefragt, warum die Hersteller das Aufnehmen vergessen haben. Das hat nun erstmals (?) das Albrecht digi-TV 390 gelernt - der Taschenfernseher fürs digitale Antennenfernsehen DVB-T kann Sendungen auch mitschneiden. Er ist aber weit mehr als ein Fernseher: zusätzlich kann das Gerät auch Fotos anzeigen und Musik und Videos abspielen. Mit Sudoku, Memory und Minesweeper kennt es sogar drei kleine Spiele.

Am spannendsten ist natürlich die TV-Funktion. Die eingebaute Klappantenne kann man bei Bedarf durch eine externe Antenne ersetzen. Das genügt dann auch für schlechtere Empfangsbedingungen, wobei man mit knarzendem Ton oder ab und zu grieselndem Bild schon leben muss. Das 3,6-Zoll-Display des Fernsehers hat 320x240 Bildpunkte - darauf entsteht ein durchaus scharfes Fernsehbild.

Empfängt der digi-TV 390 Bilder im 16:9-Format, stellt er diese allerdings deutlich gestaucht dar. Im Menü kann man das Bildschirmformat zwar theoretisch umschalten - praktisch bewirkt das Menü aber gar nichts. Menüs und Programmführer (EPG) werden in schlecht lesbarer Schrift dargestellt.

Zum Aufnehmen muss man beim digi-TV 390 einfach nur auf die Record-Taste drücken. Dann wird das aktuell laufende Programm mitgeschnitten. Einen Sender sehen und einen anderen aufzeichnen, das funktioniert ebensowenig wie zeitversetztes Fernsehen. Was ich aber besonders schade finde: man kann Aufnahmen auch nicht programmieren. Dabei würde sich der Programmführer doch geradezu dafür anbieten.

Für TV-Aufnahmen sollte man sich einen Vorrat von SD-Karten anlegen. Eine 1-Gigabyte-Karte ist nach 35 Minuten Aufnahme voll, maximal 8 Gigabyte werden vom Gerät unterstützt, das sind dann immerhin zwei Spielfilme in voller Länge und mit Werbung. Leider ließen sich die vom digi-TV 390 angefertigen Aufnahmen auf dem PC nicht abspielen, weder unter Windows XP noch unter Vista. Das schränkt den Nutzen des Geräts dann doch etwas ein.

Wenig sinnvoll ist auch die Radio-Funktion, die nur DVB-T-Radio entschlüsseln kann - und davon gibt es in Deutschland nur wenige Testsender. Ein UKW-Radio wäre praktischer gewesen. Daheim kann man den digi-TV 390 auch als DVB-T-Empfänger an einen größeren Fernseher anschließen.

 

Fazit: ein erster Versuch - dem Albrecht digi-TV 390 haften noch zu viele Kinderkrankheiten an, um den Videorecorder daheim überflüssig zu machen. Andererseits ist der Aufpreis für die Aufnahmefunktion nicht hoch: ca. 190 Euro kostet das Gerät.

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Kategorie: Video, TV
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